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ゲーテ『ファウスト』における諦念 論文

励志人生网 2019-09-11 09:06 名人名言 129次

In der Faustliteratur nach dem Volksbuch Historia von D. Johan Fausten (1587) findet der Doktor wegen des Paktes mit dem Teufel ein schreckliches Lebensende. Diese Erzähltradition dauerte bis Lessing, der in seinem unvollendeten Manuskript eine Idee zur Rettung von Faust geschrieben und publiziert hat, die bekannterweise einen großen Einfluss auf die Fausttragödien von Goethe ausgeübt hat. Zwar gab es in der Aufklärungszeit einige Werke, die wagten, ein glückliches Ende für Faust zu finden versuchen, aber sie sind nicht überzeugend, so dass nach herrschender Meinung Goethe in seiner Faustdichtung zum ersten Mal die Erlösung vollendet habe. Jedoch ist das Erlösungsende noch so problematisch, dass es sehr schwierig ist, zu einer abschließenden Interpretation zu gelangen. Vor diesem Forschungshintergrund versucht dieser Aufsatz, zuerst die bisherigen Interpretationen zum Erlösungsproblem des Fausts, insbesondere die nach 1990, zu sortieren und dann Interpretationslücken darin zu finden.

In diesem Vierteljahrhundert gab es drei große Interpretationsstränge. Der erste ist die Diskussion um die moralische Verurteilung. Alexander Borman behauptet die Unschuld von Faust, weil der Gelehrte „im Namen von Neugierde/ Wissen/ Fortschritt überhaupt keine moralischen Skrupel“ gehabt habe, während Hans Rudolf Vaget Widerspruch dagegen erhebt: „Warum bedarf Faust, wenn ihn denn keine Schuld trifft, überhaupt der Erlösung...?“ Im Anschluss an diese Meinungen sucht Johannes Anderegg die Antwort darauf im Buch Hiob. Der zweite Punkt ist die lebensphilosophische Interpretation. Nach dem Begriff der „existentielle[n] Verschuldung der großen tätigen Lebenskraft“ von Wilhelm Emrich beteuert Rolf Christian Zimmermann folgenderweise: „Die Erlösung der Seele Fausts ist somit der Ausdruck der Steigerungsfähigkeit der menschlichen Natur zum Ideellen.“ Der dritte ist die Bedeutung vom Aufstieg des Erlösten in den „Bergschluchten“, der letzten Szene der Dichtung. Richard Meier und Astrida Orle Tantillo betrachten sie naturwissenschaftlich als „biologisch-kosmologisches Geschehen“. Sie interessieren sich nämlich nicht länger für die Erlösungsmöglichkeit, sondern für den Stil der Dichtung. In diesem Sinne ist die Behauptung von Ulrich Kittstein merkwürdig, dass durch die Ignorierung der Bergschluchtenszene man das Problem der Rettung und Erlösung gar nicht zu erörtern brauche, weil die Verdammung von Faust mit seiner Schlussvision und seinem Tod ende.

Frühere Forschung diskutiert das Erlösungsproblem insbesondere auf das Lebensende des Doktors fokussiert, ob er schuldig gewesen sei und wie naturwissenschaftlich dies beschrieben würde. Aber sollten wir darüber nicht nur in Bezug auf die letzten Szenen, sondern auch über diejenige davor reden? Man kann das Licht der Erlösung nicht nur im Lebensergebnis, sondern vielmehr im Prozess erkennen. Daher versucht die vorliegende Arbeit in der letzten Hälfte, den Erlösungsprozess bis „Bergschluchten“ unter dem naturwissenschaftlichen Aspekt zu betrachten, unter besonderer Berücksichtigung der von Goethe benutzten visuellen Ausdrücke. Von „Offene Gegend“ über „Palast“, „Tiefe Nacht“, „Mitternacht“ und „Großer Vorhof des Palasts“ bis „Grablegung“ wird es draußen nach und nach dunkel. Darüber hinaus wird Faust in „Mitternacht“ durch die Worte einer der vier grauen Weiber, der „Sorge“, zur Erblindung gebracht. Jedoch findet er eben in seinem verzweifelten Herzen ein Licht zur Erlösungsmöglichkeit. In dieser Ironie, die wir „eine positive Entsagung“ nennen dürfen, könnten wir einen Schlüssel zur Auflösung des Erlösungsproblems finden. Der Zweck dieser Arbeit ist, diesen Erlösungsprozess im Faust als Dramaturgie von Licht und Finsternis naturwissenschaftlich zu fassen.

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